Bava Kamma 205

Kapitel 205

א אין כופין את המוכר למכור זימנא אחריתי ואם אמר לו על מנת כופין את המוכר למכור
1 so zwinge man den Verkäufer nicht, es wiederum zu verkaufen, wenn er aber zu ihm gesagt hat: unter der Bedingung, so zwinge man den Verkäufer, es [wiederum] zu verkaufen.
ב אמר מר הלוקח שדה בשם חבירו אין כופין את המוכר למכור זימנא אחריתי פשיטא מהו דתימא מצי א"ל מידע ידעת דאנא לנפשאי שקילנא ופנחיא בעלמא הוא דקבעינא וזוזי בכדי לא שדינא אלא אדעתא דכתב ליה שטרא אחרינא קא משמע לן דאמר ליה עניינא עבדי לך בהדי ההוא דזבנת ליה בשמיה ויכתוב לך שטרא אחרינא
2 Der Meister sagte: Wenn jemand ein Feld auf den Namen eines anderen gekauft hat, so zwinge man den Verkäufer nicht, es wiederum zu verkaufen. Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, er könne zu ihm sagen, du wußtest, daß ich es für mich selber gekauft und dies nur zur Sicherheit getan habe; ich wollte das Geld nicht unnütz hinauswerfen und rechnete darauf, daß du mir einen zweiten Verkaufsschein schreibest, so lehrt er uns, daß jener ihm erwidern könne: ich habe das Geschäft mit dir abgeschlossen, wende dich an den, auf dessen Namen du es gekauft hast, mag er dir einen anderen Verkaufsschein schreiben. –
ג ואם אמר לו על מנת כופין את המוכר למכור פשיטא לא צריכא דאמר להו לסהדי קמיה דידיה חזו דשטרא אחרינא קא בעינא מהו דתימא מצי א"ל אמינא שטרא מהיאך דקא שקלת בשמיה קאמרת קא משמע לן דאמר ליה להכי טרחי ואמרי להו לעדים קמך דמינך הוא דקא בעינא
3 «Wenn er aber zu ihm gesagt hat: unter der Bedingung, so zwinge man den Verkäufer, [wiederum] zu verkaufen.» Selbstverständlich!? – In dem Falle, wenn er vor ihm zu den Zeugen gesagt hat: Merkt euch, ich will noch einen anderen Verkaufsschein haben. Man könnte glauben, [der Verkäufer könne] zu ihm sagen: du meintest, von dem, auf dessen Namen du es gekauft hast, so lehrt er uns, daß [der Käufer] ihm erwidern könne: ich achtete deshalb darauf, es den Zeugen in deiner Gegenwart zu sagen, um zu betonen, daß ich ihn von dir wünsche.
ד רב כהנא יהב זוזא אכיתנא לסוף אייקר כיתנא זבניה מרוותיה דכיתנא אתא לקמיה דרב א"ל מה אעביד איזיל אישקיל זוזאי א"ל אי כי קא זבני אמרי האי כיתנא דכהנא הוא זיל שקול ואי לא לא תשקול
4 R. Kahana gab einst Leuten Geld auf Flachs, und als er darauf im Preise stieg, verkauften ihn die Besitzer des Flachses. Hierauf kam er zu Rabh und sprach zu ihm: Was soll ich nun tun; ich will gehen und mein Geld in Empfang nehmen. Dieser erwiderte: Wenn sie beim Verkaufe gesagt haben, dieser Flachs gehöre Kahana, so geh und nimm es, wenn aber nicht, so nimm es nicht.
ה כמאן כבני מערבא דאמרי מי הודיעו לבעל חטין שיקנה חטין לבעל מעות
5 Wohl nach der Ansicht der Gelehrten des Westens, welche sagen: wer hat dies dem Besitzer des Weizens mitgeteilt, daß er den Weizen dem Besitzer des Geldes zugeeignet haben sollte.
ו אטו מי יהיב רב כהנא ארבע ושקיל תמני כיתנא ממילא הוא דאייקר מיגזל גזלוה ותנן כל הגזלנין משלמין כשעת הגזלה
6 Hatte denn R. Kahana vier gegeben und acht genommen, der Flachs war ja an sich teurer geworden; jene hatten ihn sich als Raub angeeignet, und es wird gelehrt, Räuber haben nach [dem Werte] beim Rauben zu bezahlen!? –
ז אמרי התם אמנה הואי ולא משכיה רב כהנא לכיתנא ורב לטעמיה דאמר רב עושין אמנה בפירות ואין עושין אמנה בדמים:
7 Ich will dir sagen, da war es ein Lieferungsgeschäft und er hatte den Flachs nicht an sich gezogen. Rabh aber vertrat hierbei seine Ansicht, daß man nämlich ein Lieferungsgeschäft auf Früchte und nicht auf Geld machen dürfe.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> הגוזל את חבירו שוה פרוטה ונשבע לו יוליכנו אחריו למדי לא יתן לא לבנו ולא לשלוחו אבל נותן לשליח בית דין ואם מת יחזיר ליורשיו
8 <b>W</b><small>ENN JEMAND VON SEINEM</small> N<small>ÄCHSTEN ETWAS IM</small> W<small>ERTE EINER</small> P<small>ERUṬA GERAUBT UND ES IHM ABGESCHWOREN HAT, SO MUSS ER</small><small>ES IHM SELBST NACH</small> M<small>EDIEN ZURÜCKBRINGEN</small>. E<small>R DARF ES WEDER SEINEM</small> S<small>OHNE NOCH SEINEM</small> V<small>ERTRETER</small><small>GEBEN, WOHL ABER DEM</small> G<small>ERICHTSBOTEN</small>. I<small>ST JENER GESTORBEN, SO MUSS ER ES SEINEN</small> E<small>RBEN ZURÜCKERSTATTEN</small>.
ט נתן לו את הקרן ולא נתן לו את החומש מחל לו על הקרן ולא מחל לו על החומש מחל לו על זה ועל זה חוץ מפחות שוה פרוטה בקרן אינו צריך לילך אחריו נתן לו את החומש ולא נתן לו את הקרן מחל לו על החומש ולא מחל לו על הקרן מחל לו על זה ועל זה חוץ משוה פרוטה בקרן צריך לילך אחריו
9 H<small>AT ER IHM DEN</small> S<small>TAMMBETRAG ZURÜCKERSTATTET, ABER NICHT DAS</small> F<small>ÜNFTEL</small>, <small>ODER HAT JENER</small><small>AUF DEN</small> S<small>TAMMBETRAG VERZICHTET, ABER NICHT AUF DAS</small> F<small>ÜNFTEL, ODER HAT ER AUF BEIDES VERZICHTET, MIT</small> A<small>USNAHME EINES WENIGER ALS EINE</small> P<small>ERUṬA BETRAGENDEN</small> T<small>EILES VOM</small> S<small>TAMMBETRAGE, SO BRAUCHT ER ES IHM NICHT NACHZUBRINGEN</small>. H<small>AT ER IHM DAS</small> F<small>ÜNFTEL UND NICHT DEN</small> S<small>TAMMBETRAG ZURÜCKERSTATTET, ODER HAT JENER AUF DAS</small> F<small>ÜNFTEL VERZICHTET, NICHT ABER AUF DEN</small> S<small>TAMMBETRAG, ODER HAT ER AUF BEIDES VERZICHTET MIT</small> A<small>USNAHME EINES EINE</small> P<small>ERUṬA BETRAGENDEN</small> T<small>EILES VOM</small> S<small>TAMMBETRAGE, SO MUSS ER ES IHM NACHBRINGEN</small>.
י נתן לו את הקרן ונשבע לו על החומש
10 H<small>AT ER IHM DEN</small> S<small>TAMMBETRAG ZURÜCKERSTATTET UND DAS</small> F<small>ÜNFTEL ABGESCHWOREN</small>,